Nachdem der Stuttgarter Weihnachtsmarkt im 18. Jahrhundert zunächst noch einem Straßenzirkus oder Jahrmarkt entsprach, entwickelte er sich ab 1850 immer mehr zum Verkaufsmarkt. Die Zahl der Händler überschritt schnell die Grenze von 1.000 und der Markt wurde ein Handelsplatz für innovative Geräte und Spielsachen. Als Folge der Tourismusentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die provisorischen Zelte und Klapptische und wurden durch feste Holzbuden ersetzt. Um das weihnachtliche Flair noch besser zu vermitteln, werden die rund 280 Holzbuden und das gesamte Areal des Stuttgarter Weihnachtsmarktes jedes Jahr besonders hübsch mit Lichterketten und anderen Weihnachtsaccessoires dekoriert.
Das Gelände, auf dem der Stuttgarter Weihnachtsmarkt seit den 1970er Jahren aufgebaut wird, reicht vom Stuttgarter Schloss hinüber zum Marktplatz und zum Schlossplatz. Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt startet jedes Jahr am letzten Mittwoch des Monats November und geht immer bis zum 23. Dezember. Die jährliche Besucherzahl hat mittlerweile die Grenze von vier Millionen überschritten. Das traditionelle Programm bietet neben Glühweinständen alles, was auf einem Weihnachtsmarkt keinesfalls fehlen darf. So lockt der Duft von Zimt und anderem Weihnachtsgebäck die Menschen an und jede Menge Weihnachtsmusik versetzt die Besucher in festliche Stimmung. Dazu gibt es als besondere Highlights auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt eine Märchenlandschaft für Kinder, eine dampfbetriebene Mini-Eisenbahn sowie eine riesige Eisbahn für Kinder und Erwachsene.

